Dem Grunde nach bin ich einer von vielen.
Ich liebe die Bewegung.

Meine eigentliche sportliche Reise beginnt in der frühen Jugend. An sich war ich ein ausgesprochener Bewegungsmuffel. Im Prinzip erlebe ich Sport am Fernsehgerät oder kläglicherweise mit Unlust begleitet im schulischen Unterricht. Es ist damals mehr Pflicht als Spass gewesen. Wie vieles an sich. Indes reizte mich der Anblick der Leistungssportler, insbesondere der Schwimmer, gleich welchen Geschlechts, sehr. Diese Anmut, wenn seinerzeit ein Michael Groß die Schwimmhalle betrat und sich seinen Statvorbereitungen widmete.  Alles wirkte aus einem Guß, vom Ablegen des Bademantels, dem Gruß ins Publikum zur Athletenvorstellung bis zum eigentlichen sportlichen Auftritt seiner Paradedisziplin über die 200 Meter Schmetterling. Es hat förmlich Spass gemacht, zuzuschauen.

Mich begleitet das Gefühl, das schwimmerische Szenario selbst zu erleben. Obgleich mich Sport an sich förmlich anzog, war ich  nicht gerade derjenige welche, der sich selbst als Darsteller aktiver Bewegungen auszeichnete. Fußball sei erwähnt, ging schon mal gar nicht. Dieser Hype seinerzeit unter den Mitschülern widerte mich förmlich an. Was soll dieser Aufwand, einem Ball hinterher zu laufen. Übrigens bin ich heute der festen Überzeugung, beim Sportunterricht, wenn es hieß Fußball zu spielen, gar nicht gewählt wurde. Oder wieso kam ich als Letzter`regelmäßig zu den verbliebenen. Ja, gruppendynamische Sportarten waren nie wirklich meins. Lieber habe ich mich im Sportunterricht auf die Bank gesetzt, wenn es hieß, es wird wieder Fußball gespielt.


Ich möchte keine Memoiren schreiben. Dazu bin ich noch viel zu jung und freue mich über jede Form der Aktivität. Ich bewundere immer und immer wieder ältere Menschen jenseits der 75 Jahre, die immer noch aktiv sind und ihrem Sport nachgehen. Dort erst einmal hinkommen ist jedes Mal mein Gedanke, wenn ich unterwegs, egal in der Stadt oder draußen in der Natur Menschen erlebe, die sich auch jenseits der 75 Jahre mit erkennbarer Freude bewegen. Gleichzeitig denke ich, obleich ich meiner fünfzig Jahre, bin Endlich im Thema.

Wie gesagt, dem Grunde nach bin ich einer von vielen. Ich liebe die Bewegung. Vielleicht etwas mehr als andere oder besser gesagt etwas länger.